Güste Meede
 

Die Feuchtwiese im Wittmunder Wald war für ihren Orchideenreichtum bis in die 80er Jahre bei den regionalen Fachleuten bekannt. Das änderte sich Anfang 2005. Großflächige Flatterbinsenbestände hatten nicht nur Orchideen wie das Breitblättrige Knabenkraut sondern auch die Sumpfdotterblume, Sumpfblutauge und das Wassergreiskraut nahezu verdrängt. Die Ursache für den Artenschwund war Überdüngung, eine verstärkte Entwässerung und Bodenversauerung.
All das wurde überlagert durch die ursprünglich überwiegende Mahdnutzung und den späteren Wechsel zur Beweidung bzw. dem auschließlichen Pflege-Mulchen mit fortsteigenem Gerät. 
In Abstimmung mit der Unteren Naturschutzbehörde Wittmund wurden 2005 verschiedene Maßnahmen zur Entwicklung der ursprünglichen, lebensraumtypischen Artenvielfalt vorgenommen.      
Um mit dem „Güste-Meede Projekt“ ein Stück Natur wieder herzustellen wurden folgende Maßnahmen durchgeführt.:


  • auf 150 m ehemalige Entwässerungsgräben regulierbar angestaut
  • auf 10000 m² den Wasserstand im Gelände um 40 cm angehoben
  • auf 20000 m² Abziehen des Binsenfilzes inclusive Wurzelbereich bis in die wassergesättigte Zone 
  • eine regulierbare Staumöglichkeit des Haupt-Entwässerungsgrabens wurde eingebaut

 


( Quelle: Forstamt Neuenburg, 4.2006 )